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Sven Sture war ein aktiver Fehdehelfer. Er wurde zum Hauptmann der mecklenburgischen Flotte ernannt und entwendete gemeinsam mit Laurenz Venusson 1417 ein Schiff samt Waren.

Leben

Namensvarianten: Swen Schure, Swan Schuere, Swen Sture, Swen Sturen

Lebensdaten: um 1400 bis mindestens 1417

Herkunft: Halland (Schweden)

Tätigkeitsgebiet: u.a. Gotland

Verwandtschaft: -

Tätigkeiten

Aktivitäten als Fehdehelfer: Er entwendete 1417 gemeinsam mit Laurenz Venusson Andres Bardewiiks Schiff samt Waren.[1]

Status: Hauptmann der dänischen Flotte im Krieg gegen Mecklenburg, später Hauptmann der mecklenburgischen Truppen auf Gotland. Wird von Erich von Mecklenburg besiegt, leistet diesem einen Lehenseid, wird von dessen Witwe zu späterem Zeitpunkt zum Hauptmann erhoben. Muss nach dem Eroberungszug des Hochmeisters Deutschen Ordens Konrad von Jungingen Gotland verlassen

Fahrgemeinschaften: 1396 kooperiert Sven Sture mit den Leuten des Herzogs Wartislaw VIII. von Pommern-Barth in Stralsund.[2]

Im gleichen Jahr 1396 ist er gemeinsam mit Wartislaw VIII., Barnim VII., Eler Rantzau und Wedege Bugenhagen auf Seiten der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg in den Satekrieg gegen Lüneburg und Hamburg verwickelt.[3] Unklar bleibt, ob er dabei aktiv in die Kämpfe eingegriffen haben kann, wofür er Gotland hätte verlassen müssen.

Auftraggeber: Margarete I. von Dänemark, Erich von Mecklenburg

Angaben zu Schiff und Besatzung: -

Sonstige Tätigkeiten: Teilweise in Führungsrolle auf Gotland, später zum Hauptmann erhoben.

Im August 1394 besiegelt er gemeinsam mit Swarte Schoninghe einen Besitztausch in Halland (Schweden).[4]

Im Dezember 1396 musste er Abraham Brodersson ein Gut in Kind (Halland) gegen 100 Mark zu Pfand geben.[5]

Nach der Vertreibung von Gotland zog er sich auf die Burg Faxeholm in Hälsingland (Schwedische Ostküste) zurück. Hier hatte er auch Kontakt zu Arnd Stüke.[6]

Sonstiges

Er war am dänischen Königshof - wahrscheinlich zunächst als Knappe[7] - und schädigte 1396 hansische Schiffe[8], nachdem er von Margarete I. von Dänemark nach Gotland gesandt worden war, um dieses für Dänemark einzunehmen[9]. Er unterlag dort dem Mecklenburger Herzog Erich, wurde von dessen Witwe später zum Hauptmann der Truppen auf der Insel erhoben[10].

Quellen

HR I.4, Nr. 438; vgl.: HR I.4, Nr. 379.

HR II.1, Nr. 381

Nicht gefunden in:

  • HR 1.1-1.3 und 1.5-1.8
  • HUB 1,2,3,4,5,6,7
  • Lübecker Ratsurteile B14


Literatur

BENNINGHOVEN, Friedrich: Die Gotlandfeldzüge des Deutschen Ordens 1398 – 1408. Zeitschrift für Ostforschung, 13 (1964), S. 421-477.

Mogren, Mats: Die Vitalienbrüder und der Burgenbau im nördlichen Ostseeraum, in: Bracker (Hg.), (Kat.) Die Hanse, Bd. 1, s. 627-633, hier: S. 629 f. 

Eimer: Gotland unter dem deutschen Orden, 1966, passim.

Kindahl, Leif: Sven Sture - drottning Margaretas stådhållare på Gotland eller sjörövarhövding, in: Gotländskt Arkiv 69 (1997), S. 95-114.


Einzelnachweise

  1. HR II.1, Nr. 381, §33.
  2. HR 1.4 441
  3. Habermann: Spätmittelalterlicher Niederadel, 2015, S. 402.
  4. Eimer: Gotland unter dem Deutschen Orden, S. 123 f.; Svenska Riksarkivets Pergamentsbref; Kullberg Reg. 2733.
  5. Eimer: Gotland, S. 124; Svenska Riksarkivets Pergamentsbref, Kullberg, Reg. 2836
  6. Mogren: Burgenbau, S. 631.
  7. HR 1.4 269
  8. HR 1.4 361 + 375
  9. HR 1.4 348
  10. HR 1.4 285 + 410 438