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Ranibold Sanewitze war ein Hauptmann der Vitalienbrüder und Ritter. Als Fehdehelfer nahm er 1394 an der Fahrt nach Stockholm teil.

Leben

Namensvarianten: Ranibold Sanewitz, Rambold Sanewitze

Lebensdaten: Tod auf Gotland: „Dominus Remboldus Zanewitche, Miles"[1]

Herkunft: unbekannt

Tätigkeitsgebiet: unbekannt

Verwandtschaft: unbekannt

Tätigkeiten

Aktivitäten als Fehdehelfer: Ranibold Sanewitze hatte 1394 auf Seiten der Mecklenburger an der Fahrt nach Stockholm teilgenommen, um die von den Dänen belagerte Stadt mit Nahrung und Soldaten zu versorgen. Gemeinsam mit neun anderen Hauptmännern der Vitalienbrüder stiftete er zum Dank für die erfolgreiche Fahrt in einer Stockholmer Kirche eine ewige Messe. [2]

Status: Hauptmann der Vitalienbrüder; Ritter

Fahrgemeinschaften: Bosse van deme Kalende; Arnd Stüke; Clawus Mylges; Marquard Preen; Hartwich Sedorpe; Lyppold Rumpeshaghen; Hinrik Lüchowe

Auftraggeber: unbekannt

Angaben zu Schiff und Besatzung: unbekannt

Sonstige Tätigkeiten: 1404 stiftete er mit Johannes Bozepol und Albert Nothoft eine Sühnestiftung im Franziskanerkloster zu Visby.[3]

Sonstiges

Aufgrund der Stiftung kann davon ausgegangen werden, dass Ranibold Sanewitz ein wohlhabender Mann gewesen sein muss.

Ein Mann, der den Namen Tzanewitz trug, segelte mit dem Herzog aus der Golwitz.[4]

In folgenden Quellenbänden gibt es keine weiteren Hinweise:

  • Hanserecesse: Abt. I, Bde. 2-8, hrsg. v. Karl Koppmann, Leipzig 1872-80.
  • Höhlbaum, Konstantin / Kunze, Karl u.a. (Hg.): Hansisches Urkundenbuch, Bd. 1-11, Halle, 1876-1916.
  • Mecklenburgisches Urkundenbuch: hrsg. v. dem Verein für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Bde. I.- XXII., Schwerin 1863-1907.
  • Suhm, Petrus Fridericus/ Langebek, Jacobus: Scriptores rerum Danicarum medii aevi, partium hactenus inediti, partim emendatius editi, quos cellegit/adornavit et publici juris fecit Jacobus Langebek, Bd. 6., Nendeln/Lichtenstein 1969.
  • Svenska Riks Arkivets pergamentsbref Bd. II. 1383-1400, Stockholm 1868.

Quellen

MUB Bd. XXII (1907), Nr. 12669,

Necrol. Gotl. fratr. Min. SRD. VI. 571

Literatur

  • Cordsen, Hans-Christian: Beiträge zur Geschichte der Vitalienbrüder, Halle 1907.
  • Lisch, Georg Christian Friedrich: Beitrag zur Geschichte der Vitalienbrüder und Landstädte am Ende des 14.Jahrhunderts, in: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Bd. 15 (1850), S. 51-62.
  • Puhle, Matthias: Die Vitalienbrüder. Klaus Störtebecker und die Seeräuber der Hansezeit, Frankfurt am Main/ New York 1994, S. 77f.
  • Suhm, Petrus Fridericus/ Langebek, Jacobus: Scriptores rerum Danicarum medii aevi, partium hactenus inediti, partim emendatius editi, quos cellegit/adornavit et publici juris fecit Jacobus Langebek, Bd. 6., Nendeln/Lichtenstein 1969.

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Einzelnachweise

  1. Necrol. Gotl. fratr. Min. SRD. VI. 571
  2. Vgl.MUB Bd. XXII (1907), Nr. 12669
  3. Eimer: Gotland, S. 288.
  4. HR. IV. 413, 11