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Leben

Namensvarianten: Clockener, Klockner, Klockenere, Niclaus Clockener, Niclaus Klockener, Clawes Clockener, Clees Klockener, Cleys Klockener, Klaus Klockener.

Lebensdaten: Die erste Erwähnung des Namens Klockener findet sich am 5. Februar 1427[1]. Die letzte Erwähnung ist am 2. Dezember 1460 in einem Schadensverzeichnis zu finden[2] zu finden.

Herkunft: Er war vor seiner Tätigkeit für die wendischen Städte wahrscheinlich wie Bartholomeus Voet für England als Karperfahrer tätig. [3].

Tätigkeitsgebiet: Gesamter Hanseraum bis nach Bergen, aber vor allen im Sund[4], später wahrscheinlich auch Geleitschutz im Ostseeraum[5]

Verwandtschaft: unbekannt

Tätigkeiten

Aktivitäten als Fehdehelfer:

  • Klockener tritt 1427 in den Dienst der wendischen Städte ein[6] und fährt für sie als Fehdehelfer im Konflikt gegen Erich von Dänemark. Die wendischen Städte senden Klockener und den anderen angeheuerten Hauptleuten (Michael Ruten und Voet) daraufhin einen Geleitbrief[7], der ihnen auch nach dem Konflikt Aufenthaltsrecht in den Städten zusichert. Während seiner Dienste für die wendischen Städte bringt Klockener im Rahmen der Sundsperre viele Schiffe auf, plündert Bergen und unterstützt die Flotte der Städte bei mindestens einer Seeschlacht[8]; hierfür wird Klockener nach Beendiung des Konflikts mit 250 Lübecker Mark entlohnt[9].
  • Nach Beendigung des Konflikts bekommt Klockener Ende 1432, auch durch Bemühungen der wendischen Städt[10], für zwei Jahre freies Geleit vom Hochmeister des deutschen Ordens, Paul von Rusdorf, zugesichert[11]. Klockener hat anscheinend das Angbot des Ordens angenommen und ist in die Dienste des Hochmeisters getreten. Am 30.5.1433 ist belegt, dass Klockener mit 150 Mann nach Danzig zurückkehrt und dort noch weitere 150 bis 200 Mann auf ihn warten [12]. Die nächsten Erwähnungen Klockeners finden sich in den Quellen im Zeitraum 1458 - 1460, hier wird er als Danizger Auslieger und Hauptmann geführt.[13].
  • Am 26.10.1459 ist belegt, dass "Clees Kockener und Heinrich Molmer" von Danzig gegen schwedische und dänische Gefangene ausgelöst werden.[14].


Status: Klockener wird in den Quellen mit verschiedenen Bezeichnungen tituliert:

  • houetlude(n) oder "hovetmann", also unter der Kategorie Hauptleute/-mann [15]
  • Auslieger[16]

Aufgrund der verschiedenen Erwähnungen in den Quellen ist anzunehmen, dass Klockener zunächst ein Unterhauptmann Voets war. Nach dem Dienst für die wendischen Städte trennen sich die Wege Klockeners und Voets und Klockener verdingt sich in Danzig als Auslieger. Da er von Danzig gegen schwedische und dänische Gefangene ausgetauscht wird (s.o.), ist anzunehmen, dass Klockener später auch Bürger in Danzig ist.

Fahrgemeinschaften: Michael Ruten[17], Bartholomeus Voet[18]; im Zusammenhang mit der Entlohnung durch die wendischen Städte werden noch Kurt Zwarte, Walther Krogher, Wilhelm Reynrdesson, Hans Osse, Hans Francke, Arnd Bole, Borchard van Stade, Hans Zwartehafer, Heyne von Schouwden, Daniel Vroudenberg, Henneke Knop, Hermann Grote und Klaus Kuer erwähnt [19].

Auftraggeber:

Angaben zu Schiff und Besatzung: Als Klockener 1427 zusammen mit Voet in den Dienst der wendischen Städte eintritt, ist in den Quellen von 300 Mann, sieben kleinen, sowie zwei großen Schiffen die Rede[23]. Zur Zeit seines Dienstes für den Hochmeister des Deutschen Ordens, Paul von Rusdorf kommandiert Klockener circa 350 Mann[24].

Sonstige Tätigkeiten: unbekannt

Sonstiges

In den HR I,1-7 und ab HR II,2 findet sich keine Erwähnung Klockeners.

Quellen

HR I, 8 HR II, 1 HUB VI, VII, VIII LUB VII, IX

Literatur


Einzelnachweise

  1. HR I,8 Nr. 335
  2. HUB VIII Nr. 989
  3. Zumindest wird er zusammen mit Voet von den wendischen Städten in London angeheuert; HR I,8 Nr.130, 335, 336; LUB VII Nr. 3, 89
  4. HUB VI, Nr. 712; HR I,8 Nr. 544, 545, 758, 759, 760, 762, 763; HR II,1 Nr. 13, 40, 134
  5. HR II Nr. 457, 459; LUB IX Nr. 579
  6. HUB VI Nr. 694
  7. LUB VII Nr. 89
  8. HUB VI Nr. 712; HR I,8 Nr. 544, 545, 758, 759, 760, 762, 763; HR II,1 Nr. 13, 40, 134
  9. HR II,1 Nr. 133, 134
  10. HR II,1 Nr. 149
  11. HR II, 1 Nr. 153,154
  12. HR II,1 Nr. 207, 208, 209; In der Quelle ist die Rede davon, dass die Männer auf ihren Sold warten und deshalb unzufrieden sind.
  13. HUB VIII Nr. 694, 853, 989
  14. HUB VIII Nr. 853
  15. LUB VII Nr. 2 , 3, 89; HUB VIII Nr. 694; HR II,1 Nr. 134
  16. HR II,1 Nr. 149, 543; HUB VIII Nr. 694, 989
  17. HR I, 8 Nr. 335, 336; LUB VII Nr. 89, 90
  18. LUB VII Nr. 3, 89, 90;HR I, 8 Nr. 335, 336, 544, 5445, 758, 759, 760, 762, 763, 764; HR II, 1 Nr. 13, 40, 134, 149, 153, 154, 543; HUB VII NR. 726
  19. HR II,1 Nr. 133, 134
  20. HR I,8 Nr. 336 und passim; LUB VII Nr. 90 und HUB VI Nr. 694
  21. HR II,1 Nr. 207, 208, 209
  22. HUB VIII Nr. 694, 853, 989
  23. LUB VII Nr. 90; HR I,8 Nr. 336
  24. HR II,1 Nr. 207, 208, 209