FANDOM



Keno II. tom Brok war von 1399 bis 1417 Häuptling des Brokmerlandes in Ostfriesland. Infolge der vielen innerfriesischen Fehden einerseits und der Bedrohung der friesischen Häuptlinge durch Albrecht I. von Bayern andererseits bediente sich die Familie der tom Broks als eine der ersten Häuptlingsfamilien in Friesland der Hilfe der Vitalienbrüder.

Leben

  • um 1380, † 16. August 1417
  • Namensvarianten: Keno van dem Broke, Keno to dem Broke, Kene vam Bruke, Keen van dem Bruke

Tätigkeiten

Im Jahre 1413 lag Keno im Streit mit Hisko Abdena von Emden und Enno Edzardesna von Larrelt, sowie mit Groningen. Er hat dabei trotz eines geschlossenen Friedens "Hisseko von Emden sein Städtchen und drei Tage danach gegen den auf 24 Jahre geschlossenen Frieden [...] Groningen das Schloss to der Munten abgewonnen". Groningen bittet Lübeck um Hilfe, dass ihm Emden wieder abgenommen werde und warnt es davor, ihm Güter zuzuführen.[1] Er verteidigt seine Aktion jedoch und behauptet, dass Groningen seine Freunde, die zu Verhandlungen aufgebrochen waren, trotz zugesicherten Geleites gefangen gesetzt hatte. Daher sei den Briefen Groningens kein Glaube zu schenken. Emden habe er nur erobert, weil Hisseko für den Schaden den er Keno zugefügt hatte, trotz eines rechtskräftigen Urteils nicht zahlen wollte.[2]

1420 nahm Keno van dem Broke ein Schiff.[3]

Sonstiges

Als auf dem Hansetag zu Lübeck am 2. Februar 1400 die Entsendung bewaffneter Koggen zur Bekämpfung der Vitalienbrüder in der Nordsee beschlossen wurde[4], versprach Keno, alle Vitalienbrüder aus seinen Diensten zu entlassen und nie wieder auf die Hilfe der Seeräuber zurückzugreifen.[5] Bei einigen friesischen Häuptlingen fanden sie jedoch wieder Aufnahme.[6] Später schreibt Keno sogar an Lübeck, dass er bei der Bekämpfung der Vitalienbrüder seinen Beistand angeboten habe.[7]

Quellen

Literatur


Einzelnachweise

  1. HR I.6, Nr. 133
  2. HR I.6, Nr. 135
  3. HR I.7, Nr. 263
  4. HR I.4, Nr. 570 § 5
  5. Ostfr. UB I, Nr. 169; HR I.4, Nr. 576,577,586
  6. HR I.4, Nr.589
  7. HR I.5 Nr. 294