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Im Jahr 1392 wird Heyno Schutte unter anderem zusammen mit Olauus Schutte und einem Arnoldus Stuke als "piratarum capitanei" bezeichnet. Diese nennen sich "fratres victualium".[1]

Leben

Namensvarianten: Schütte, Schutte, Schvtte, Scute, Heyne Schutte, Heinrich Schutte

Lebensdaten: wahrscheinlich gestorben und begraben in Wisby auf Gotland

Herkunft: stammt wahrscheinlich aus der Familie Schutte mit dreizinkiger Gabel im Wappen [2]

Tätigkeitsgebiet: Raubzug in der Gegend von Ratzeburg

Verwandtschaft: Johannes Schutte (begraben in Wisby auf Gotland)[3], Olaůus Schůtte

Tätigkeiten

Aktivitäten als Fehdehelfer: Wird 1392 als einer der "piratarum capitanei" der "fratres victualium" genannt.

Status: angeblich Mitglied der Vitalienbrüder

Fahrgemeinschaften:

Auftraggeber:

Angaben zu Schiff und Besatzung: Zusammen mit Henninghus Mandůuel, dictus Zitkauwe, dictus Berkelinch, dictus Kraseke, dictus Kůle, dictus Preyn, Olaůus Schůtte, dictus Ghunnar, Arnoldus Stůke und Nycolaus Gylge als "fratres victualium" bezeichnet

Sonstige Tätigkeiten: Dieb, Straßenräuber, Fischer

Verwandte: Olaůus Schůtte, Nicolaus Schutte

Sonstiges

  • Heyno und Olav Schutte stammen sehr wahrscheinlich nicht aus dem mecklenburgischen Adelsgeschlecht der Schosse, Schotze oder Schutze, sondern aus einer Familie Schutte mit dreizinkiger Gabel im Wappen [4]. Im Jahr 1359 haben zwei Schutte mit Vornamen Heino und Otto und ebenso im Jahr 1358 Detlef und Nikolaus mit einem Seedorpe u. a. einen Raubzug durch die Gegend von Ratzeburg unternommen.[5] Der in Wisby bestattete Johannes Schutte [6] könnte ein Verwandter des Heyno Schutte sein. Im Jahr 1368 wird ein Heinrich Schütte (Hinricus Scutte) erwähnt der seinem Meister Geld entwendet hat und aus Rostock geflohen ist.[7] Ein Henneke Scutte wird im Jahr 1379 als Straßenräuber genannt, ein gleichnamiger ist ebenso wie andere des Namens (Borchard, Clawes, Peter) bei Räubereien in der Wismarschen Gegend 1391 und 1392 beteiligt [8].[9]
  • Im Danziger Pfundzollbuch von 1409 bis 1411 ist die Rede von einem Heinrich Schutte, der Fisch auf seinem Schiff geladen hat. [10]
  • In zwei Urkunden vom 03. und 07. September WELCHES JAHR? ist die Rede von einem Hannes Schütte der "als des Königs Diener gefangen waren und sich lösen mussten." [11]

Quellen

Die Berichte der Generalprokuratoren des Deutschen Ordens an die Kurie, Nr. 221.

Jenks, Stuart (Hg.): Danziger Pfundzollbuch von 1409 und 1411, in: Hansische Geschichtsblätter 124 (2006), 1752.

Mecklenburgisches Urkundenbuch Bd. 14/16/21/23

Literatur

  • Cordsen, Hans-Christian: Beiträge zur Geschichte der Vitalienbrüder, Halle 1907.
  • Suhm, Petrus Fridericus/ Langebek, Jacobus: Scriptores rerum Danicarum medii aevi, partium hactenus inediti, partim emendatius editi, quos cellegit/adornavit et publici juris fecit Jacobus Langebek, Bd. 6., Nendeln/Lichtenstein 1969.

Einzelnachweise

  1. Die Berichte der Generalprokuratoren des Deutschen Ordens an die Kurie, Nr. 221
  2. MUB 12120
  3. Necrol. Gotl. fratr. Min. SRD. VI. 569
  4. MUB XXI, 12120
  5. MUB XIV, 8669
  6. Necrol. Gotl. fratr. Min. SRD. VI. 569
  7. MUB XVI, 9819
  8. MUB XXII, 12360
  9. Vgl. Cordsen, Hans-Christian: Beiträge zur Geschichte der Vitalienbrüder, Halle 1907, S. 29.
  10. Jenks, Stuart (Hg.): Danziger Pfundzollbuch von 1409 und 1411, in: Hansische Geschichtsblätter 124 (2006), 1752.
  11. MUB 12132

Nichts gefunden

  1. MUB 12360, Bd. 22.
  2. Hanserecesse 1256-1430, Bd. 3.

Eventuell ebenfalls interessante Personen in Zusammenhang mit Heyno Schutte

  1. Berend Schutte (Die Hansischen Pfundzollisten des Jahres 1368, hrsg. von Georg Lechner, S. 105) - Betreibt Seehandel nach Stralsund
  2. Stephan Schutte (Ebd., S. 107) - Betreibt Seehandel nach Greifswald
  3. Johannes Scutte (Ebd. S. 107) - Betreibt Seehandel nach Greifswald
  4. Detlef und Nikolaus Schutte wurden im Jahr 1359 mit geistlichen Strafen für Raubzüge im Lande Boitin (Provinz des Bistums Ratzeburg) belegt (MUB XIV, 8668)
  5. Nikolaus und Peter Schutte waren 1362 in Gefangenschaft der Dänen geratene Rostocker, für die im Jahr 1364 Lösegeld bezahlt wurde (MUB XV, 9117 & 9268)