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In den Verhandlungen mit Dänemark geht es um Ersatzansprüche von Danzig an Dänemark wegen unrechtmäßig zugefügten Schäden.

Regest

Die Verhandlungen wurden nach Nr. 321 § 6 seitens der Städte durch Johann Qwast von Stettin und Nikolaus Wrecht von Danzig geführt.

Sie waren beauftragt, die Beobachtung der hansischen Privilegien und Ersatz für die Schäden zu fordern, welche die Dänen den am Kriege nicht betheiligten Hanseaten zugefügt hatten. Letzteres wurde besonders von den preussischen Städten ihren Abgeordneten zum lübecker Tage im voraus auferlegt, vgl. Nr. 285 § 2. Nach Nr. 387 erlangte die Gesandtschaft von König Erich die Einwilligung in eine neue Tagfahrt mit den vier wendischen Städten, welche trotz der Bestimmung von Nr. 372 noch in diesem Jahre stattfinden sollte. In wie weit der Entschluss durch die Absage der Schweden Aug. 16 beeinflusst wurde, muss dahingestellt bleiben.

  1. Die Akten über die Verhandlungen selbst sind nicht mehr vorhanden. Das unter Beilagen folgende Schadensverzeichniss von Danzig beruht grösstentheils auf gleichzeitigen 1427 begonnenen Eintragungen, welche 1431 (nach § 72) zusammengestellt und mit Nachträgen bis 1434 versehen sind.
  2. Die annähernde Datirung der Verhandlungen ermöglicht das im Anhang mitgetheilte Schreiben von Thorn an Danzig, nach dem Wrecht in der zweiten Hälfte des Oktober nach Danzig heimkehrte.


A. Beilagen

381. Verzeichnis der danziger Bürger in den skandinavischen Reichen zugefügten Schäden. – 1396 – 1434.

Einzelnachweise

Verein für hansische Geschichte: Hanserecesse. von 1431-1476. Zweite Abtheilung, Band I. Unter Mitarbeit von Goswin Frhr. von der Ropp. Leipzig 1876, Artikel 381.