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Er und Arnd Stuke werden in vielen Quellen als Anführer der Vitalienbrüder genannt. Außerdem war er mit Arnoldus Styke, Hartichinus Seedorp und Martinus Preen an der Gefangennahme des Bischofs Thorde von Strengnäs beteiligt.[1]

Leben

Namensvarianten: Clawys Mylres, Nycolaus Gylge, Nicholaus Milies, Klawus Mylius

Lebensdaten: unbekannt

Herkunft: Ratzeburger Stift[2]

Tätigkeitsgebiet: Stockholm, Vordinborgh

Verwandtschaft: unbekannt

Tätigkeiten

Aktivitäten als Fehdehelfer:

  • Clawus Mylges hatte auf Seiten der Mecklenburger an der Fahrt nach Stockholm teilgenommen, um die von den Dänen belagerte Stadt mit Nahrung und Soldaten zu versorgen.[3]
  • In einer Meldung des Johann Stoltevoit an den Rat zu Reval vom 3. März 1394 wird u.a. dieser Name in einer Aufzählung genannt. Er war an der Wegnahme mehrerer livländischer Schiffe beteiligt.[4] Geschädigt wurden insbesondere die Schiffer Jacob Dubbelssone und Jacob Johanneszone.

Status: Hauptmann der Vitalienbrüder; Knappe

Fahrgemeinschaften: Ranibold Sanewitze; Bosse van deme Kalende; Arnd Stüke; Bertram Stokeled; Marquard Preen; Hartwich Sedorpe; Lyppold Rumpeshaghen; Hinrik Lüchowe; Hennynk Crabbe; Knut Bernevur, Hinrik van der Lu, Deytliff, Henneke Scharbouwe, Prybe, Luder Ransouwe, Henneke vanme Zee, Bertholt vanme Zee, Hinrik Tydemans, Hennynk Norman, Wyttekop, Clawis Zwarte, Crekauwe, Rode Kremer, Hans Meygendorp, Ketelhoid, Clawis Tymne, Beydenstorp, schipper Wedige, Degenert, Hennynk, Volmer Wrede, Schonenberg

Auftraggeber: u.a. Johann von Mecklenburg

Angaben zu Schiff und Besatzung: unbekannt

Sonstige Tätigkeiten: unbekannt

Sonstiges

Clawus Mylges und Arnd Stuke waren bei der Gefangennahme des Bischofs Thorde von Strengnäs, der auf den Weg zu Verhandlungen von Vordinborgh im Jahre 1392 unterwegs war, beteiligt.[5] Sie raubten ihn und sein Gefolge aus und verschleppten ihn an Händen und Füßen gefesselt nach Stockholm. Dort wurde er dem Herzog Johann von Mecklenburg übergeben und bis zur seiner Freilassung in einem Kerker eingesperrt. Nach Zahlung einer hohen Lösegeldsumme, die der Bischof Thorde von Strengnäs selbst auftreiben musste, durfte er seines Weges ziehen. Der päpstliche Bann, der als Folge auf diese Tat ausgesprochen wurde, schien die Vitalienbrüder kaum interessiert zu haben. Denn "richtige" Konsequenzen konnte der päpstliche Bann nicht bewirken.[6]

In folgenden Quellenbänden gibt es keine weiteren Hinweise:

  • Hanserecesse: Abt. I, Bde. 2-7, hrsg. v. Karl Koppmann, Leipzig 1872-80.
  • Höhlbaum, Konstantin / Kunze, Karl u.a. (Hg.): Hansisches Urkundenbuch, Bd. 1-11, Halle, 1876-1916.
  • Mecklenburgisches Urkundenbuch: hrsg. v. dem Verein für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Bde. I.- XXII., Schwerin 1863-1907.
  • Suhm, Petrus Fridericus/ Langebek, Jacobus: Scriptores rerum Danicarum medii aevi, partium hactenus inediti, partim emendatius editi, quos cellegit/adornavit et publici juris fecit Jacobus Langebek, Bd. 6., Nendeln/Lichtenstein 1969.
  • Svenska Riks Arkivets pergamentsbref Bd. II. 1383-1400, Stockholm 1868.


Quellen

MUB Bd. XXII (1907), Nr. 12669, MUB 12584, HR I,8 960, Die Berichte der Generalprokuratoren des Deutschen Ordens an die Kurie, Nr. 221, Svensk Riksarkivets Pergamentsbref. Nr. 2867, Svensk Riksarkivets Pergamentsbref. Nr. 3047

HR I,8 960

Literatur

  • Cordsen, Hans-Christian: Beiträge zur Geschichte der Vitalienbrüder, Halle 1907.
  • Lisch, Georg Christian Friedrich: Beitrag zur Geschichte der Vitalienbrüder und Landstädte am Ende des 14.Jahrhunderts, in: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Bd. 15 (1850), S. 51-62.
  • Puhle, Matthias: Die Vitalienbrüder. Klaus Störtebeker und die Seeräuber der Hansezeit, Frankfurt am Main/New York ²1994.

Einzelnachweise

  1. Vgl. Svensk Riksarkivets Pergamentsbref. Nr. 3047.
  2. Vgl. Svensk Riksarkivets Pergamentsbref. Nr. 2867.
  3. Vgl. MUB Bd. XXII (1907), Nr. 12669
  4. HR I,8 960
  5. Vgl. Svensk Riksarkivets Pergamentsbref. Nr. 2867.
  6. Vgl. Lisch, Georg Christian Friedrich: Beitrag zur Geschichte der Vitalienbrüder und Landstädte am Ende des 14.Jahrhunderts, in: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Bd. 15 (1850), S. 57.