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Arnold Hecht war Ratsmann und ab 1407 Bürgermeister von Danzig.[1] Am 5. Juli 1398 wurde er von dem Hochmeister Konrad von Jungingen zum Hauptmann der aus Preussen segelnden Flotte ernannt. Gleichzeitig mit ihm wurde Arnd von Hervorden zum Hauptmann.[2]  Ihr Auftrag war es, die zurückgebliebenen Vitalienbrüder vor Gotland zu vertreiben.[3] Im Frühjahr 1406 ist er an der Entscheidung beteiligt, die Vitalienbrüder vor Friesland mit Gewalt oder Verhandlungen zu vertreiben. Im Herbst des gleichen Jahres berichtet er über die Wegnahme von 13 Hanseschiffen durch die Friesen.

LebenBearbeiten

Namenvarianten: Arnoldt Hecht, Arnd Heket, Arnt Heket, Arnt Hecht, Arnoldus Heket, Arnoldus Heked, Arnoldi Heked, Arnuldus Heket, Arnd Hechtes.

Lebensdaten: Erste Erwähnung am 5. Juli 1398, am 20. April 1407 wird er das erste Mal als Bürgermeister von Danzig aufgeführt. Nach der Schlacht von Tannenberg 1410 und dem darauf folgenden Abfall der Stadt Danzig von der Ordensherrschaft wurde er 1411 durch Mitglieder des Deutschen Ordens ohne Prozess ermordet.

Herkunft: Danzig

Tätigkeitsgebiet: Ostseeraum

Verwandtschaft: Möglicherweise mit Jan Heket, etwa 1387 aus Danzig.[4]

TätigkeitenBearbeiten

Aktivitäten als Fehdehelfer: Zusammen mit Arnd von Hervorden sollten die zurückgebliebenen Vitalienbrüder vor Gotland vertrieben werden. Im Frühjahr 1406 ist er bei der Versammlung anwesend, welche über die Vertreibung der Vitalienbrüder vor Friesland durch Gewalt oder Verhandlungen entscheidet.

Status: Hauptmann

Fahrgemeinschaften: Arnd von Hervorden

Auftraggeber: Konrad von Jungingen als Hochmeister des Deutschen Ordens und die Hansestädte

Angaben zu Schiff und Besatzung: Unbekannt

Sonstige Tätigkeiten: Am 6. Oktober 1398 kehrten Arnold Hecht und Arnd von Hervorden, die nach Flandern gesandt wurden zurück.Und berichteten das sie Ausgaben für ihre Flotte hatten.[5] Versammlung zu Marienburg, Arnold Hecht ist als Ratsmann der Stadt Danzig anwesend: Am 16. und 30. Januar und 2. März 1404 wird Arnold Hecht als Gläubiger von Johannes von der Marsch genannt. Dieser hat auf See Gewalttätigkeiten als "Weichselfahrer" begangen.[6] Von Mai 1404 bis Februar 1406 tagt die Versammlung wiederholt, um über den Englandhandel zu beraten.[7][8] Am 16. April und Ende Mai 1406 tagt die Versammlung und entscheidet das die Ratssendboten aus Dordrecht, die Vitalienbrüder vor Friesland entweder mit Gewalt oder Verhandlungen vertreiben sollen.[9] Vom 13. November 1406 bis 10. August 1410 tagt die Versammlung wegen Angelegenheiten des Handelsgeschäfts.[10][11] Am 17. April 1407 wird Arnold Hecht zum Bevollmächtigten für die Verhandlungen des Deutschen Ordens und bekommt Privilegien für den holländischen Handel.[12][13] Versammlung zu Danzig, Arnold Hecht ist als Ratsmann der Stadt Danzig anwesend: Am 7. und 22. März 1406 entscheidet die Versammlung über Strafen für Kaufleute, die mit England Handel getrieben haben.[14] Versammlung zu Amsterdam, Arnold Hecht ist als Ratsmann der Stadt Danzig anwesend: Im August und September 1406 wird über den Englandhandel gesprochen und über Verhandlungen auf Grund der Wegnahme von 13 Hanseschiffen durch die Friesen beraten.[15] Versammlung zu Lübeck, Arnold Hecht ist als Ratsmann der Stadt Danzig anwesend: Im Mai und Juni 1407 wird über einen Krieg mit England beraten und Arnold Hecht berichtet über verschiedene Versammlungen der Ratssendboten.[16] Versammlung zu Amsterdam und Haag, Arnold Hecht ist als Ratsmann der Stadt Danzig anwesend: Im Juni und August 1407 berichtet Arnold Hecht in seinen Gesandtschaftsbriefen über die Reisen der Ratssendboten.[17] Versammlung zu Elbing, Arnold Hecht ist als Ratsmann der Stadt Danzig anwesend: Von August 1408 bis Juni 1409 wird über den Handel mit England beraten und die Ausgaben Arnold Hechts gesprochen.[18][19] Am 5. November 1420 wird das letzte Mal ein Arnold Hecht bei der Abrechnung des Pfundgeldes erwähnt. Ob es sich bei diesem um den Bürgermeister von Danzig handelt, ist zweifelhaft.[20].

SonstigesBearbeiten

Durchsucht ohne Befund:

HR I, I. HR I, III. HR I, VI.

HUB Bd. 1. HUB Bd. 2. HUB Bd. 3. HUB Bd. 4. HUB Bd. 6. HUB Bd. 7. HUB Bd. 8. HUB Bd. 9. HUB Bd. 10. HUB Bd. 11.

Jenks, Stuart: Das Danziger Pfundzollbuch von 1409 bis 1411.

QuellenBearbeiten

Hanserecesse, Abt. I, Bd. II, IV, V, VII, VIII.

Hansisches Urkundenbuch, Bd. 5 (1392-1414)

LiteraturBearbeiten

Graichen, Gisela, Hammel-Kiesow, Rolf. Die Deutsche Hanse: Eine heimliche Supermacht.


EinzelnachweiseBearbeiten

  1. HR I, V, 382
  2. HR I, IV, 476 §1
  3. Graichen, Gisela, Hammel-Kiesow, Rolf. Die Deutsche Hanse: Eine heimliche Supermacht.
  4. HR I, II, 343
  5. HR I, IV, 501 §6
  6. HR I, V, 59 §6, 170, 181
  7. HR, I, V, 198, 220, 241, 260, 276 A, 296
  8. HR I, VIII, 1061
  9. HR I, V, 311, 319
  10. HR I, V, 341, 362, 372, 374, 374 §15, 462 §§1, 6, 463, 474 §§2, 11, 487, 502, 503, 524, 526, 576, 579, 649, 651, 656 §9, 722
  11. HR I, VIII, 1062 §1
  12. HR I, V, 381-384, 427 §9
  13. HUB Bd. 5, 774
  14. HR I, V, 302, 308
  15. HR I, V, 339, 346-349
  16. HR I, V, 392, 401-405
  17. HR I, V, 449, §§1, 34, 458-461
  18. HR I, V, 537, 543, 544 §5, 545 §§7-9, 11, 12, 581,
  19. HR I, VIII, 1058 §12
  20. HR, I, VII, 278 §2